Dienstag, 29. September 2026
Bleno 3D: Wie aus Ihrem Drohnenflug ein 3D-Modell für das Angebot wird
Ein einzelnes Foto reicht für ein senkrechtes Dachaufmaß – das Verfahren nutzen heute schon Betriebe, die ihre Drohne ohnehin dabeihaben (siehe Dachaufmaß mit der Drohne). Für mehr als eine einzelne Fläche, für Fassaden oder für ein Gelände braucht es aber mehr als ein Foto: ein Modell des ganzen Objekts. Genau daran arbeiten wir mit Bleno 3D.
Dieser Artikel zeigt, wie das Verfahren aufgebaut ist und wie weit wir damit sind.
Vom Drohnenflug zum 3D-Modell
Der Ablauf beginnt mit einem Flug, den Sie mit Ihrer eigenen Drohne machen: ein Raster über dem Dach mit nach unten gerichteter Kamera, dazu ein oder zwei Kreise um das Gebäude mit schräg gestellter Kamera für die Fassaden. Die einzelnen Fotos überlappen sich stark – lieber ein Foto zu viel als eine Lücke im Modell.
Die Fotoserie – meist 80 bis 200 Bilder – laden Sie im Projekt hoch, im Büro oder direkt von der Baustelle aus der Mitarbeiter-App, mit Fortschrittsanzeige und fortsetzbar nach einem Abbruch. Bleno prüft die Serie vor dem Rechnen: Anzahl der Fotos, GPS-Daten, Kamerawinkel. Fehlt etwas, bekommen Sie einen verständlichen Hinweis, statt ein löchriges Modell abzuwarten. Aus der geprüften Serie rechnet Bleno ein texturiertes 3D-Modell, das Sie im Browser drehen, zoomen und von allen Seiten betrachten – ohne Zusatzprogramm.
Maßstab und Messen im Modell
Ein 3D-Modell aus Fotos kennt zunächst keinen Maßstab. Deshalb setzen Sie zuerst eine Referenzstrecke, die Sie vor Ort gemessen haben – etwa die Traufe. Erst danach lassen sich Längen, Flächen und Höhen aus dem Modell ins Aufmaß übernehmen. Neigung und wahre Fläche ergeben sich dabei automatisch aus der Geometrie des Modells, ohne dass Sie sie von Hand eintragen.
Was Bleno je nach Gewerk vorschlägt
Auf dieser Grundlage baut Bleno 3D Vorschläge für unterschiedliche Gewerke:
- Dach: Dachflächen mit Größe, Neigung und Ausrichtung, dazu Kanten nach Typ – First, Grat, Kehle, Traufe, Ortgang – sowie Gauben, Schornsteine und Dachfenster als Abzugsvorschlag.
- Fassade: Fläche, Breite und Höhe je Fassadenseite, mit Fenstern und Türen als Abzug, und daraus abgeleitet eine Gerüstfläche je Seite.
- Gelände: Flächen geländefolgend, ein Höhenprofil entlang einer Linie sowie ein Volumen in Kubikmetern – etwa für Aushub, Auftrag oder Schüttgut. Die Volumenermittlung ist als grober Anhaltswert gedacht; eine Genauigkeitsangabe dazu geben wir erst, wenn wir sie an echten Erdhaufen gegen vor Ort gemessene Werte geprüft haben.
Wichtig dabei: Jeder Vorschlag bleibt ein Vorschlag. Sie prüfen ihn, übernehmen, verwerfen oder korrigieren ihn – ungeprüft landet nichts im Angebot. Bestätigte Maße werden zu einer normalen Aufmaß-Gruppe an der Angebotsposition, genau wie beim digitalen Aufmaß von Hand, und das Aufmaßblatt im Angebots-PDF zeigt, woher die Zahlen stammen.
Auch für Ihren Kunden sichtbar
Ist das Modell fertig, können Sie es für Ihren Kunden im Kundenportal freigeben – jederzeit widerrufbar. Er dreht sein Dach auf Handy oder Rechner und sieht auf einen Blick, worüber Sie gerade ein Angebot schreiben. Interne Messungen und Notizen bleiben dabei im Büro.
Bald verfügbar
Bleno 3D ist in Entwicklung, einzelne Teile wie das Messen im Modell sind bereits gebaut. Bevor wir starten, prüfen wir die Modelle an echten Dächern gegen vor Ort gemessene Maße – erst danach nennen wir konkrete Genauigkeitswerte. Den Start kündigen wir in der App unter „Was ist neu“ und im Newsletter an. Alle Details zum geplanten Funktionsumfang und zur Fluganleitung finden Sie schon jetzt auf der Funktionsseite zu Bleno 3D.
Bis dahin messen Sie einzelne Dach- und Fassadenflächen schon heute mit dem Aufmaß aus dem Drohnenfoto – ganz ohne Zusatz-Abo.